Praxisnahe Ausbildung im Fokus

US-Delegation aus Oklahoma zu Gast bei EGA Leichtmetall in Hannover

Praxisnahe Ausbildung im Fokus

Hannover, 6. November 2025 – Eine Delegation aus dem US-Bundesstaat Oklahoma hat in der vergangenen Woche die Aluminiumspezialgießerei EGA Leichtmetall in Hannover besucht. Im Mittelpunkt stand dabei der transnationale Austausch zur praxisnahen Fachkräfteentwicklung. Der Besuch der Delegation erfolgt im Rahmen des Plans der Konzernmutter Emirates Global Aluminium (EGA), eine neue Aluminium-Primärproduktionsanlage in Oklahoma zu errichten. Diese soll die Aluminiumproduktionskapazität der Vereinigten Staaten nahezu verdoppeln und bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Das in Hannover gelebte, praxisnahe Qualifizierungsmodell gilt der Delegation als direkt übertragbarer Ansatz für den Industrieaufbau in Oklahoma: On-The-Job-Training mit klaren Qualitätsstandards, Jobrotation für eine breite Qualifizierung und Flexibilität der Belegschaft sowie strukturierte Weiterbildung für gezielte Spezialisierung und langfristige Bindung.

Wissenstransfer aus Niedersachsen
„Der Besuch hat gezeigt, wie Praxiswissen aus Hannover international Wirkung entfaltet und wir gleichzeitig neue Impulse erhalten“, betont Thomas Witte, Geschäftsführer von EGA Leichtmetall. Insbesondere das On-The-Job-Learning-Verfahren des Unternehmens stand im Fokus des Austauschs: Neue Mitarbeitende erlernen Produktionsverfahren direkt im Prozess, um Arbeitsschritte unmittelbar kennenzulernen. Diese Form des Trainings entwickelt Talente zu ausgewiesenen Fachkräften: Ein entscheidender Faktor vor allem in einer hochspezialisierten Industrie. „Unser Modell verbindet Lernen im Prozess, klare Verantwortung und hohe Qualitätsdisziplin. Genau das macht es international anschlussfähig – auch für Oklahoma“, sagt Thomas Witte.

Deutsches Ausbildungssystem als Vorbild
Der Austausch über deutsche Ausbildungs- und Weiterbildungsmodelle stieß bei der Delegation, darunter zehn Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Energie und Umwelt, Ausbildung und Talententwicklung sowie Wirtschaft und Industrie, auf große Resonanz:

„Es war uns eine große Ehre, EGA Leichtmetall in Hannover zu besuchen und das Ausbildungsmodell kennenzulernen. Wir sind beeindruckt von der Zeit und dem Engagement, das deutsche Arbeitgeber wie EGA Leichtmetall in die Qualifizierung ihrer Belegschaft investieren“, sagt Rue Ramsey, Vice President of Workforce & Talent Strategies der Tulsa Regional Chamber. „Wir möchten Elemente des deutschen Ausbildungssystems nach Oklahoma übertragen, um Schülerinnen und Schülern eine tiefere und vielfältigere Ausbildung zu ermöglichen – als Vorbereitung auf einen dynamischen, langfristigen Karriereweg.“

„Der Besuch bei EGA Leichtmetall hat gezeigt, wie wirkungsvoll praxisorientierte Ausbildung sein kann, wenn Wirtschaft, Bildung und Politik an einem Strang ziehen“, ergänzt Heather Turner, Deputy CEO of the Oklahoma Department of Commerce and Executive Director of CORE. „Wir nehmen wertvolle Erkenntnisse mit, um die Fachkräfteprogramme in Oklahoma weiter zu stärken, und bauen Partnerschaften weiter aus, die die Menschen in Oklahoma auf die Arbeitswelt von morgen und unsere zukünftige EGA-Anlage vorbereiten.”

Der Delegationsbesuch unterstreicht Hannovers Rolle als Kompetenzzentrum der Aluminiumindustrie im höchsten Qualitätssegment. Die bei EGA Leichtmetall gelebte Mentalität für Aus- und Weiterbildung zeigt, wie praxisnahe Qualifizierung Fachkräfte nachhaltig stärkt und Unternehmen zukunftsfähig macht.

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